Hitachi Energy gewinnt 770-Millionen-Euro-Auftrag für Italien-Tunesien-Stromverbindung

Mein Kommentar (Arnulf Christa): Das ist ein Signal für die europäische Energiewende: Wenn wir Nordafrikas Windkraftpotenzial anzapfen wollen, brauchen wir solche Großinfrastruktur-Projekte. Für deutsche Bauunternehmen und Spezialisten liegt hier eine klare Botschaft: Wer sich auf Tiefseekabel, Converter-Stationen oder ganz allgemein internationale Energienetze spezialisiert, wird in den nächsten zehn Jahren viel zu tun haben.

Am 24. Juni 2026 vergaben Terna (italienischer Übertragungsnetzbetreiber) und STEG (tunesischer Strom- und Gasnetzbetreiber) einen Auftrag über 770 Millionen Euro an Hitachi Energy für den Bau von Konverterstationen des Elmed-Projekts, das die erste HVDC-Stromverbindung zwischen Italien und Tunesien darstellt. Die beiden Konverterstationen entstehen in Partanna (Provinz Trapani, Sizilien) und Mlaabi (Tunesien), mit insgesamt etwa 220 km Seekabel, das überwiegend unterhalb des Meeres bis in Tiefen von etwa 800 Metern in der Straße von Sizilien verläuft.

Konsortialpartner wie D’Agostino Costruzioni Generali und Orascom Construction übernehmen Tiefbau-, elektromechanische Installationen und Hilfssysteme. Dieses europäische Schlüsselprojekt verbindet nordafrikanische Erneuerbaren-Kapazitäten erstmalig direkt mit dem europäischen Stromnetz und stärkt damit erheblich die Versorgungssicherheit in ganz Europa, einschließlich Deutschlands.

Hitachi Energy unterhält eine starke operative Präsenz in Deutschland mit Standorten in Mannheim und Berlin, was die Relevanz des Projekts für die deutsche Energieinfrastruktur und die europäische Energiewende unterstreicht.

Quelle: megaproject.com

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