Enel kauft US-Solarparks Faraday & Skyhawk für 665 Millionen Euro

Mein Kommentar (Arnulf Christa): Enel kauft etablierte Solarparks statt diese selbst zu bauen – das ist typisch für die Konsolidierung in erneuerbaren Energien. Der Trend zeigt: Wer später zum Zug kommt, zahlt Übernahmeprämien. Für Bauunternehmen in Deutschland bedeutet das weniger Neubau und mehr Modernisierung bestehender Anlagen, was andere Fachkompetenzen erfordert.

Excelsior Energy Capital hat den Verkauf der Solarparks Faraday und Skyhawk an Tochtergesellschaften des multinationalen Energiekonzerns Enel S.p.A. abgeschlossen. Der Gesamtkaufpreis beträgt etwa 760 Millionen USD (665 Millionen Euro nach Wechselkursen vom 10. September 2026). Ein Kauf- und Verkaufsvertrag war im Februar 2026 unterzeichnet worden, vor dem Abschluss im September 2026.

Die Transaktion illustriert fortlaufende Konsolidierung im nordamerikanischen Erneuerbaren-Sektor. Anstatt Greenfield-Projektentwicklung und damit verbundene Kapitalrisiken zu tragen, realisierte Enel diese Akquisitionsstrategie, um betriebliche und entwicklungsstufige Solar-Assets von erfahrenen unabhängigen Entwicklern zu erwerben.

Für europäische Projektfinanzierungsstrukturen und deutsche Investor:innen im Bereich erneuerbare Energien setzt die Transaktion Bewertungsmaßstäbe für Solarpark-Akquisitionen. Enels aktive Investitionstätigkeit in Deutschland und Europa macht diesen nordamerikanischen Deal relevant für das Verständnis von Asset-Preisbildung und Konsolidierungsstrategien, die den Erneuerbaren-Sektor zunehmend über mehrere Jurisdiktionen prägen.

Quelle: Megaproject.com

📷 Photo by El Jundi on Pexels

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