Manila Subway: DMCI/Taisei-JV erhält 248-Mio.-€-Flughafenabzweig-Auftrag

Mein Kommentar (Arnulf Christa): Die Vergabe in Manila zeigt, dass deutsche und europäische Unternehmen bei großen Verkehrsprojekten in Asien zunehmend zurückfallen. Japanische Generalunternehmer und lokale Partner besetzen diese Märkte, gestützt durch staatliche Entwicklungskredite wie die der JICA. BAUER zeigt bereits seit Jahren, dass man als Spezialist trotzdem mitspielen kann, wenn man sich international wettbewerbsfähig aufstellt. Ohne ähnliche Finanzierungsinstrumente oder Allianzen wird es für deutsche Firmen schwer, in diesem Segment Fuß zu fassen.

Am 7. September 2026 wurde der Bauauftrag für den Flughafenast der Manila-U-Bahn an ein Joint Venture zwischen DMCI (Philippinen) und Taisei (Japan) vergeben, mit einem Auftragswert von 270,3 Millionen USD (etwa 248 Millionen Euro). Die Japan International Cooperation Agency schloss gleichzeitig ein Abkommen über die Bereitstellung einer vierten Darlehensrate für das Metro Manila Subway Project.

Der Flughafenabzweig stellt eine Schlüsselerweiterung des Metro-Manila-Subway-Systems dar – eines der größten Verkehrsinfrastrukturvorhaben in Südostasien – und verbindet den Ninoy-Aquino-Flughafen direkt ans U-Bahn-Netz. Diese Anbindung ist strategisch wichtig für die Verbesserung der Konnektivität zwischen Flughafen, Metropolitanzentrum und regionalen Zentren.

Das Projekt hat große Bedeutung für deutsche Tunnelbau- und Bahntechnik-Exporteure wie Herrenknecht, DB Engineering und BAUER als Referenzmarkt für U-Bahn-Erweiterungen in Südostasien. Die Wahl des DMCI/Taisei-Konsortiums zeigt kontinuierliche Präferenzen für kombinierte japanisch-philippinische Leistungsmodelle in JICA-finanzierten Regionalinfrastrukturen.

Quelle: International Railway Journal

📷 Photo by Alejandro De Roa on Pexels

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