COBOD BOD2 3D-Betondrucker

Matthäi gründet 3D-Druck-Sparte nach erstem gedrucktem Bürobau

Mein Kommentar (Arnulf Christa): Matthäi macht es vor: Wer 3D-Druck nicht mehr als Experiment betreibt, sondern eine eigene Abteilung gründet, signalisiert dem Markt Ernst. Das ist nicht Spielerei, das ist Geschäftsmodell. Große Unternehmen sollten jetzt handeln, um nicht den Anschluss bei dieser Technologie zu verlieren.

Der deutsche Baukonzern Matthäi hat nach erfolgreicher Fertigstellung seines neuen Firmensitzes eine eigenständige Geschäftssparte für konstruktiven 3D-Druck gegründet. Matthäi Schlüsselfertigbau, eine Tochtergesellschaft des Konzerns, fungiert nun als erste unabhängige 3D-Druck-Einheit innerhalb eines großen deutschen Bauunternehmens und signalisiert den Übergang von experimentellen Pilotprojekten zum kommerziellen Produktivbetrieb.

Das neue zweigeschossige Hauptgebäude in Selsingen (Niedersachsen) umfasst 364 Quadratmeter und wurde mit einem COBOD BOD2-Betondrucksystem errichtet. Das Gebäude wurde im Juli 2026 bezogen und demonstriert die Praxistauglichkeit von großmaßstäblicher additiver Bautechnologie für kommerzielle Immobilien. Dieser Meilenstein zeigt wachsendes Vertrauen in den 3D-Druck als skalierbare Baumethode in der deutschen Bauindustrie.

Die Gründung einer dedizierten 3D-Druck-Sparte stellt einen Wendepunkt für die Bautechnologie in Deutschland dar. Durch den Übergang von isolierten Pilotprojekten zu einer strukturierten Geschäftssparte hat sich Matthäi als Vorreiter industrialisierter Baumethoden positioniert und trägt damit zur Lösung langjähriger Branchenherausforderungen in den Bereichen Arbeitsproduktivität, Kosteneffizienz und Bauzeiten bei.

Quelle: Robotics & Automation News

📷 Photo by Harper Sunday on Pexels

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert