MIT-Roboter montieren Gebäude aus modularen Voxel-Bausteinen mit 82 % weniger CO₂

Mein Kommentar (Arnulf Christa): Modulare Systeme mit robotischer Montage könnten für deutsche Fertighausunternehmen interessant werden – die 82 Prozent CO₂-Einsparung spricht eine klare Sprache für Auftraggeber mit Nachhaltigkeitszielen. Allerdings muss sich solche Technologie erst im Massenmarkt bewähren, bevor Bauunternehmen massiv investieren.

Forscher des Massachusetts Institute of Technology haben nachgewiesen, dass Gebäude aus ineinandergreifenden modularen Einheiten, sogenannten Voxeln, mechanisch mit deutlich geringerem CO₂-Fußabdruck montiert werden können. Die MILAbots nutzen Greifer an beiden Enden, um Voxel-Bausteine zu positionieren und Schnappverbindungen herzustellen und ermöglichen damit schnelle und nachhaltige Bauprozesse.

Das voxelbasierte Robotermontagesystem reduziert den gebundenen CO₂-Ausstoß – sämtliche Emissionen über den Materiallebenszyklus – um bis zu 82 Prozent gegenüber etablierten Verfahren wie 3D-Betondrucken, Fertigteil-Modulbeton und Stahlbau. Die Montagezeit auf der Baustelle für Stahl- und Holz-Voxel-Systeme beträgt durchschnittlich 99 Stunden und übertrifft damit herkömmliche Methoden mit 155 Stunden im Durchschnitt.

Während einzelne MILAbots langsamer arbeiten als bestehende Automationsmethoden, erzielen Teams von 20 parallel arbeitenden Robotern konkurrenzfähige oder niedrigere Kosten als aktuelle automatisierte Bautechniken. Die Forschungsergebnisse haben bedeutende Implikationen für deutsche Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer IWU und die TU München, die an vergleichbaren Robotik-Montagesystemen arbeiten.

Quelle: MIT News

📷 Photo by Freek Wolsink on Pexels

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